Liebe Gemeindeglieder aus Ederheim, Hürnheim und Christgarten,

schnell sind sie vergangen, die zehn Jahre hier im Ries. Im Februar 2006 sind wir hier mit kleinem Kind angekommen; Anfang Januar werden wir uns aufmachen in den Bayerischen Wald, zu unserer neuen Pfarrstelle Bad Kötzting.

Nagel

Uns fällt der Abschied nicht leicht, denn es war eine reiche Zeit: gemeinsam sind wir durch manches Kirchenjahr und durch manchen Lebensabschnitt gegangen, und wir durften für Sie in allen Lebenslagen Begleiter sein. Wir danken Ihnen von Herzen für das Vertrauen, das Sie uns geschenkt haben und das wir immer sehr geschätzt und geachtet haben.

Wichtig war uns, dass Glaube im Alltag seinen Platz und seine Auswirkungen hat und nicht nur an Sonn- und Feiertagen präsentiert wird. Bei freudigen und traurigen Ereignissen Ihres Lebens war es uns eine Herzensangelegenheit, den Glauben als tragfähiges Element in Ihre Lebensgeschichte hineinzusprechen.

Dankbar sind wir für die oft gute, konstruktive und auch fröhliche Zusammenarbeit mit den vielen Ehren-, Neben- und Hauptamtlichen, die das Leben der Kirchengemeinde bereichern, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen.

Diesen Geist des Zusammenhalts und der Zusammenarbeit wünschen wir der Gemeinde auch weiterhin.

Bei allem, was wir hier schweren Herzens zurücklassen, freuen wir uns aber auch auf die neuen Aufgaben, die uns in unserer neuen Heimat Bad Kötzting erwarten.

Auch, wenn unsere Zeit hier bei Ihnen in Ederheim, Hürnheim und Christgarten nun zu Ende geht, hoffen wir doch, dass der Kontakt nicht ganz abreißt und der ein oder andere den Weg zu uns in den Bayerischen Wald findet.

Bis dahin: Bleiben Sie behütet,

Ihre Pfarrer

Kathrin & Stefan Nagel

 

Der Kirchenvorstand lädt alle Gemeindeglieder ganz herzlich ein zum

 

Abschiedsgottesdienst am 3.1.2016 um 14.30 Uhr

 

in der Kirche in Hürnheim und zum anschließenden Empfangin der Mehrzweckhalle in Ederheim.

 

 

 

 

Zum Abschied

 

Nun ist es soweit, die Stimmung beklommen,

die Zeit des Abschieds ist leider gekommen.

Genau 10 Jahre sind seitdem vergangen,

als Sie als junges Pfarrersehepaar bei uns angefangen.

 

Werfen wir einen Blick zurück, wie alles begann:

In einer verschneiten Februarnacht kündigten Sie sich an.

Mit Ihrer Lisa

und samt Katze Paula zogen sie ein ins Pfarrhausanwesen

Man möchte meinen, es wär’ erst gestern gewesen!

 

So kamen Sie beide zu uns und stellten sich vor,

man merkte bald, die Nagels haben Humor!

Wir gingen zusammen durch Höhen und Tiefen,

und Sie waren immer da, wenn wir sie riefen.

 

Sie beglückte uns mit ihrem tollen Gesang

Und unser Kindergarten lag Ihr besonders am Herzen – von Anfang an.

Er zelebrierte fetzige Gitarrenmusik bei vielen Gelegenheiten

seine Freuden am Club und ACDC waren übrigens auch keine Heimlichkeiten.

 

So ging es dahin all die Jahre,

Sie begleiteten uns von der Wiege zur Bahre.

Manches Paar hat sich bei Ihnen das Jawort gegeben,

nicht nur Kinder kamen durch die Taufe zum christlichen Leben.

Tischabendmahl am Gründonnerstag haben Sie eingeführt,

dadurch man sich auf das wesentliche Geschehen konzentriert.

 

Und jeden Gottesdienst, den Sie gehalten,

taten Sie – auch gerne mit uns- sehr abwechslungsreich gestalten.

Jede Predigt hörte man sich gerne an,

sie war stets sinnvoll und auch nie zu lang.

 

Und selbst bei tausend anderen Sachen

versuchten Sie, es jedem recht zu machen!

09 und 10 Uhr Kirchen, um „Zwei“ eine Tauf’,

dazwischen noch Christgarten, das ging auch!

Und hätt sich ein Brautpaar woll’n lassen am Kirchturm oben trauen,

dann hätt’ das bei Ihnen bestimmt auch hingehauen. 

 

Talkshow- und Singgottesdienste haben Sie eingeführt,

Sie haben sogar ein Kirchentheaterstück selber kreiert.

Dafür Ihnen wahrlich großer Dank gebührt.

 

Die Konfis und Präpis werden nun sicher auch sehr leiden,

wenn Sie in diesen Tagen von uns scheiden.

Bei den Senioren waren Sie gern gesehen und geliebt,

wohl wissend, dass es eine(n) Zweite(n) wie Sie nicht mehr gibt!

 

Und wenn man sich in der Waldstr. 21 tut umschauen,

Sie waren ständig am An- oder Umbauen.

Der Hühnerstall, der Wohnwagen sind entstanden

und auch ein „Pfaffen“-Weinberg ist nun vorhanden.

 

Auch eine Flöten- und Gitarrengruppe hat es gegeben,

das werden wir so schnell nicht mehr erleben.

Ein neuer Kinderchor wurde gegründet,

der beim Adventskonzert eine wahrliche Begeisterung entzündet.

 

In KV-Sitzungen haben wir diskutiert und gelacht

Und viele Dinge gemeinsam auf den Weg gebracht.

Ich geb’s ja zu, wenn’s ums Geld ging, haben wir manchmal ein wenig gezickt,

aber dann im Doppelpack Edre + Hürne doch gut hingekriegt!

 

Vor ein paar Wochen, da wurde das Herz uns dann schwer,

dunkle Wolken zogen auf uns her.

Es heißt, nach 10 Jahren ein Pfarrer soll geh’n.

Warum das so ist, woll‘n wir net wirklich versteh’n!

 

Doch wir können es nicht ändern, müssen’s nehmen, wie’s ist,

denn wenn wir es könnten, wir täten’s gewiss!

Wir danken dem Herrgott, dass er Sie uns gegeben

und wir 10 Jahre konnten gemeinsam erleben.

 

Uns bleiben nur gute Wünsche, vor allem bleiben’s gesund,

das wünschen wir Ihnen beiden und Ihrer Lisa aus Herzensgrund.

Auch gute neue Schäfchen, die an allen Tagen

zu schätzen wissen, was sie an Ihnen haben.

 

Gottes Segen von oben und eine Portion Glück

und ab und zu

ein klein bisschen Sehnsucht nach uns zurück!

 

Herzlichst

Ihr KV Ederheim & Hürnheim